Präzisionsarbeit im Klavier-Quartier: Wie Flügel „Rudolf“ zu neuem Leben erwacht

Das Klavier-Quartier in Einbeck ist nicht nur ein Ort der Begegnung und des Klingens, sondern auch der Ort, an dem wir den Erhalt und die Pflege unserer historischen und wertvollen Instrumente mit echter Leidenschaft und professionellem Handwerk angehen.

Dass unsere Instrumente bei Konzerten, Meisterklassen und Wettbewerben stets auf höchstem Niveau klingen, ist zu einem großen Teil das Verdienst von Maurice Hopp. Seit 2007 begleitet der erfahrene Klavierstimmer und Klavierbauer die Klavierstadt Einbeck und den Konzertbetrieb unseres Kulturvereins. War es über die Jahre hinweg maßgeblich das Stimmen von Dutzenden Klavieren und Flügeln, so stehen mit dem Aufbau des Klavier-Quartiers nun immer öfter auch umfassende klangliche und mechanische Instandsetzungen auf dem Programm, die seine volle klavierbauerische Expertise fordern.

Jüngst hat sich Maurice einem ganz besonderen Neuzugang gewidmet: unserem Flügel „Rudolf“ (ein historischer Grotrian-Steinweg / Grotrian Nachf.), der erst vor Kurzem aus Bad Gandersheim zu uns nach Einbeck gezogen ist.

Aufwendige Stimmung und neue Besaitung

Nach längerer Standzeit benötigte „Rudolf“ zunächst eine grundlegende Grundstimmung. Um das Instrument wieder auf den standardmäßigen Kammerton zu bringen, musste der Flügel komplett um einen guten halben Ton nach oben gezogen werden. Bei einer solch enormen Zugkrafterhöhung an alten Saiten bleibt es nicht aus, dass gelegentlich Material ermüdet – so rissen bei der ersten Behandlung sechs Saiten.

Beim folgenden Termin zog Maurice daher sechs neue Saiten auf und führte im Anschluss einen zweiten, feinfühligen Durchgang zum Stimmen aller 88 Töne durch, damit die neue Besaitung ihre Stimmhaltung stabilisieren kann.

Klangkultur: Hammerköpfe abziehen und intonieren

Über die Jahrzehnte hinterlassen die Stahlsaiten tiefe Furchen im Filz der Hammerköpfe, was den Ton oft hart oder unausgewogen macht. Maurice hat daher die Hammerköpfe komplett abgezogen. Eine handwerkliche Arbeit, die zwar eine Menge Filzstaub verursacht, aber entscheidend für den Klang ist: Die Hammerköpfe präsentieren sich nun wieder glatt, in ihrer Ursprungsform und mit einer homogenen Filzhärte über das gesamte Frequenzspektrum. Abschließend wurden die Hammerköpfe sorgfältig nivelliert, um einen gleichmäßigen Saitenanschlag zu garantieren.

Präzisionsarbeit am Bass: Austausch des Repetitionsglieds

Beim Ausbau einer Flügelmechanik ist äußerste Vorsicht geboten. Wird beim Herausziehen versehentlich die Taste des tiefsten Tones leicht heruntergedrückt, kann das hochstehende Mechanikglied an der Gehäuseleiste hängenbleiben und anbrechen. Genau diese Beschädigung musste am tiefsten Ton A,, behoben werden.

Beim Blick auf die freigelegte Mechanik wird die faszinierende Feinmechanik des Grotrian-Flügels erst richtig sichtbar: Für den tiefsten Bass musste das beschädigte Mechanikglied komplett ausgetauscht werden.

Auf dem Foto ist die neu eingesetzte Baugruppe – bestehend aus Hammerstielkapsel, Hammerstiel mit Röllchen, Hammerkopf sowie der dazugehörigen Wippe (Repetitionsmechanik) – ganz vorne am linken Bassrand deutlich zu erkennen. Das hellere Holz der frisch montierten Kapsel sticht optisch hervor.

Nach dem Festschrauben an der Hammerbank folgte der entscheidende Schritt: das exakte Ausrichten (Auskennen) des Hammerkopfs auf den Saitenverlauf sowie das feinfühlige Regulieren von Steigung, Auslösung und Fänger, damit die Spielart bis in den tiefsten Bass hinein wieder perfekt anspricht.

Handwerkliche Expertise für die Tasteninstrumente der Klavierstadt

Dank der langjährigen Erfahrung von Maurice Hopp können wir sicher stellen, dass die uns anvertrauten Instrumente fachgerecht restauriert, reguliert und gepflegt werden – für unvergessliche Klangmomente in der Klavierstadt Einbeck.


Klavierstimmer benötigt – hier geht’s zur Seite von Maurice Hopp.

Zuwachs im Klavier-Quartier: Ein historischer Blüthner-Flügel

Unser jüngst gegründetes Klavier-Quartier im östlichen Teil des ehemaligen Schleicher & Schuell-Komplexes ist als lebendiges Depot, Begegnungsort und zukünftige Werkstatt gedacht. Es soll ein Raum sein, in dem Instrumente nicht nur gelagert, sondern mit Leben gefüllt werden. Dass dieses Konzept bereits Früchte trägt und Menschen tief bewegt, zeigt eine wunderbare Schenkung, die uns vor wenigen Tagen erreicht hat: Wir haben einen historischen Blüthner-Flügel in unsere Obhut übernehmen dürfen!

Der Flügel stammt aus den Händen von Dr. Stephan Eberle aus Braunschweig. Seine Zeilen, die er uns zur Übergabe mit auf den Weg gegeben hat, beschreiben im Kern genau das, was die Klavierstadt Einbeck antreibt:

„Das Engagement, das hinter dem Konzept der „Klavierstadt“ steht, beeindruckt mich sehr. Wie ich es verstehe, versuchen Sie die Voraussetzungen zu schaffen, unter denen sich insbesondere junge Talente entwickeln und zugleich in den Kulturraum der Stadt Einbeck hineinwirken können. Indem Sie dabei gerade auch den alten Instrumenten eine Chance geben, sind Sie nach meinen Beobachtungen der Zeit voraus.“ (Brief vom 28. Mai 2026)

Ein Instrument mit besonderer Seele und Bauart

Bei dem Neuzugang im Klavier Quartier handelt es sich um ein ganz besonderes Stück Klavierbaugeschichte. Dr. Eberle wies uns auf die baulichen Finessen hin: Der Flügel besitzt drei statt der heute üblichen zwei Stege. Dank dieser aufwendigeren Bauart und den überdurchschnittlich langen Saiten der Mittellage entfaltet das Instrument schon jetzt – ganz ohne vorherige Sanierungsmaßnahmen – einen wunderbaren, warmen Klang mit einer faszinierenden Färbung.

Besonders am Herzen liegt dem bisherigen Eigentümer auch die äußere und innere Bewahrung des Flügels. Sollte in der Zukunft eine größere Überarbeitung anstehen, werden wir seinen Rat gewiss beherzigen: Dem Holz zuliebe soll auf modernen Polyesterlack verzichtet und stattdessen die traditionelle, akustisch wertvollere Schellack-Methode gewählt werden. Wer einmal mit dem Zeigefingerknochen gegen die Zargen dieses Blüthner-Flügels klopft, spürt sofort, wie sehr das Holz hier den Klang aktiv mitgestaltet.

Ein ganz besonderes historisches Detail befindet sich zudem auf der Innenseite des Deckels: Das originale Firmenschild eines Klavierhändlers aus Königsberg. Ein hochemotionales Stück Erinnerungskultur, auf dessen Verbleib wir im Klavier-Quartier natürlich ganz besonders Acht geben werden.

Die Zukunft: Klangraum für junge Talente

Der Blüthner-Flügel muss allerdings gar nicht auf eine ferne Sanierung warten, um gespielt zu werden. Dank seines bemerkenswert guten Grundzustands wird er ab sofort (s)eine Rolle in unserer Kulturarbeit einnehmen können. Im Rahmen unserer kommenden FEUERWERK Klavierakademien werden wir das Instrument unseren Studentinnen und Studenten der Klaviermusik zur Verfügung stellen. Historische Instrumente fordern und fördern junge Talente auf eine ganz eigene, sensible Weise und schulen das Gehör für Klangfarben, die moderne Instrumente oft nicht mehr transportieren. Eine umfassende Sanierung behalten wir fest für die Zukunft im Blick.


Ein großes Dankeschön an die Wegbegleiter

Der durch die Klavierstadt durchgeführte Transport von Pohle in die Klavierstadt und die vertrauensvolle Abwicklung der Übergabe eines solchen gewichtigen Instrumentes gelingen nie allein. Unser ganz herzlicher Dank gilt Klavierbaumeister Ulrich Simon aus Pohle. Er hat das historische Instrument im Vorfeld bei sich in der Klavierwerkstatt im Rahmen einer Zwischenaufnahme behütet und fachmännisch betreut, bevor die Reise nach Einbeck weitergehen konnte. Auch möchten wir dem Klavierbauer Ralf Kühn herzlich für die Vermittlung dieses nach einer neuen Heimat suchenden Instrumentes an die Klavierstadt danken.

Die Wünsche, Anregungen und die tiefe Wertschätzung von Dr. Stephan Eberle nehmen wir als wertvolles Erbe mit in die Zukunft des Klavier-Quartiers.


Unser Blühtner landet sicher im Klavier Quartier.

….klingt wirklich gut – der Flügel, wohlgemerkt!

Der 1875 gebaute Blüthner-Flügel der Klavierstadt Einbeck trägt übrigens den Namen „Therese“.

Wie dieser Flügel zu diesem schönen Namen kam….

das kann man hier nachlesen….

Ein Anfang im Osten: Erste Schritte im neuen Klavier-Quartier

In der Klavierstadt Einbeck gibt es einen neuen Ort für Ideen rund ums Klavier. Wir haben vor Kurzem die ersten 16 Klaviere an einen Standort gebracht, der uns den Raum gibt, auch im Bereich unserer Arbeit rund die in ihrer Bauart so vielfältigen Tasteninstrumente in Ruhe zu wachsen und Konzepte auszuprobieren.

Ein Raum mit Geschichte und Erdung

Wir befinden uns im östlichen Teil des ehemaligen Gebäudekomplexes von Schleicher & Schuell in der Grimsehlstraße 21. Direkt unterhalb der Büroräume von accompio haben wir großzügige Räume bezogen, die uns die part AG als Eigentümer zur Verfügung gestellt hat – wir können unser Glück kaum fassen!!!

Dafür sind wir sehr dankbar, denn die Räume sind für unser Vorhaben ideal: Sie liegen ebenerdig auf Straßenniveau. Was technisch klingt, ist für uns ein riesiger Standortvorteil – es macht die zahlreichen Klaviertransporte für uns zum Kinderspiel.

Das Klavier-Quartier: Ein Ort, der entstehen darf

Wir haben diesen Ort Klavier-Quartier genannt. Das klingt nach Nachbarschaft und nach einem Platz, an dem man erst einmal ankommt. Aktuell ist es vor allem ein funktionales und repräsentatives Depot für die ersten rund 20 Instrumente, die wir in den letzten Monaten schon zusammengetragen haben. Dazu zählen neben historischen und moderneren Klavieren auch mehrere Flügel und sogar ein Pianola, also ein mit Luftdruck automatisch spielendes Klavier.

Wir haben uns dazu entschieden, nun eben dieses Klavier-Quartier einzurichten, weil wir einem solchen Ort ein durchaus ansehnliches Entwicklungspotential beimessen mögen:

  • Einzug des Handwerks: Wir werden es ab jetzt in der Klavierwelt regelmäßig kommunizieren, dass wir ganz klar darauf abzielen, hier im Klavier-Quartier über kurz oder lang eine professionelle Klavierwerkstatt anzusiedeln. Der Raum dafür ist da. Eine Klavierbauerin oder ein Klavierbauer sollte sich doch für die Klavierstadt Einbeck begeistern lassen können!
  • Instrumente für Schüler: Klaviere, die technisch in gutem Zustand sind, möchten wir Schüler:innen zugänglich machen.
  • Geschichte begreifen: Jedes dieser gesammelten Klaviere erzählt etwas über die Klavierbaugeschichte – Wissen, das wir hier bewahren und später vielleicht auch vermitteln möchten.

Nichts ist fertig gedacht

Wir fangen gerade erst an. Wir haben Visionen und wir haben Lust auf das Experiment, aber wir haben noch keinen fertigen Masterplan in der Tasche. Das Klavier-Quartier ist ein Ort der Entwicklung. Hier darf ausprobiert, experimentiert und verworfen werden.

Bescheidenheit ist für uns auch hier die Grundlage auf dem Weg zum möglichen Wachstum. Wir freuen uns darauf, zu sehen, was sich aus diesem neuen Raum im Osten der Stadt entwickeln kann – ganz ohne Zeitdruck und mit Respekt vor dem Handwerk und der Geschichte des Hauses.

Einen ersten Eindruck von unseren „Neuzugängen“ bekommt ihr in der folgenden Bilderstrecke.

An dieser Stelle sei gleich noch bestens gedankt den Helfern und Unterstützern: Justus Schulze, unserem Artist in Residence und seiner Freundin Sara sowie unserem ehrenamtlichen Kulturhelfer Suleiman. Gemeinsam haben wir die 16 Klaviere recht zügig vom PianoLab in der Innenstadt ins neue Klavier-Quartier transportiert bekommen. Beim Abladen waren wir am Ende bei 3 Min. / Klavier. Nutzen konnten wir hierfür wieder den geräumigen Kastenanhänger von TransEus – Umzüge und Klaviertransporte.

PS: Nun wünschen wir uns bei der Entwicklung des Klavier-Quartier viel Erfolg beim „Säen“ hier im Osten der Stadt! Habt ihr eine Idee, wie man eine erfolgreiche KlavierWertStatt zukünftig dann wohl abkürzen könnte?

Wir danken unseren Förderern und Partnern:

Von Chopin bis Clubbeats: Wie die FEUERWERK Klavierakademie 2026 Millionen Fans der Klaviermusik weltweit erreichte

Wenn Jahr für Jahr elf außergewöhnliche Klaviertalente für 10 Tage in Einbeck in die Tasten greifen, wird die Stadt zu einem bemerkenswerten Hotspot der Klaviermusik. Vom 21. bis zum 29. März fand die FEUERWERK Klavierakademie 2026 in der Klavierstadt Einbeck statt – eine Woche voller musikalischer Intensität, künstlerischer Reifung und mitreißender Konzerte, die weit über die Grenzen Südniedersachsens hinaus bemerkenswerte Beachtung fand.

Die FEUERWERK Akademie unter der Leitung des renommierten Pianisten und Pädagogen Gintaras Januševičius folgt einem besonderen Prinzip: Man kann sich nicht bewerben. Die Teilnehmer:innen werden weltweit bei Wettbewerben und Festivals aufgrund ihrer herausragenden Leistungen gesichtet und direkt nach Einbeck eingeladen. In diesem Jahr versammelten sich erneut elf Ausnahmetalente, um an ihrem Repertoire zu feilen.

Der Auftakt der Woche war für die Stipendiat:innen direkt mit Verantwortung verbunden: Am ersten Tag besetzten sie die Juryposten des Einbecker Klavierfrühling 2026. Dieser Rollenwechsel markierte für die Stipendiat:innen den Beginn einer arbeitsreichen Woche, die von täglichem Üben, den Meisterklassen an zwei Konzertflügeln im Kammersaal, fünf Akademiekonzerten, stetigem Feilen an der künstlerischen Persönlichkeit bis hin zu Aufnahmen im D-Room Studio Hannover geprägt war.

Sicher auch wegen des hohen Pensums entstand von Beginn an ein tiefes Gemeinschaftsgefühl. So bot beispielsweise der traditionelle Kochabend in den Einbecker Kulturbüros im Druckerviertel viel Raum für kulturellen Austausch: Die kulinarische Reise reichte von litauischer kalter Rote-Bete-Suppe bis hin zum australischen Dessert-Klassiker „Pavlova“.

Dass die FEUERWERK Akademie international aufgestellt ist, wurde auch durch einen Funfact am Rande deutlich:

Ein Video der FEUERWERK-Abschlussparty, bei denen die Pianisten gemeinsam an zwei Flügeln die 4. Etüde von Chopin mit modernen Clubbeats fusionierten, entwickelte sich in den sozialen Netzwerken tatsächlich zum globalen Phänomen. Mit mehreren Millionen Aufrufen, schnell über 14.000 Likes (Stand 7. April 2026) und 6500 Shares wurde das Video zur perfekten Visitenkarte für die Klavierstadt  Einbeck:

Ein Beweis, dass Klassik, Jugendlichkeit und Kreativität hier eindrucksvoll gelebt und erlebt werden können.

Die musikalischen Ergebnisse der Woche wurden in fünf Konzerten präsentiert, die auch dieses Jahr wieder auf große Resonanz stießen. Die Konzertsäle im Alten Sudhaus Einbeck, im Prinzenpalais Wolfenbüttel und im Theater in der List (Hannover) waren schon Wochen vorher wieder gewohnt schnell restlos ausgebucht. Sodann bildete das Abschlusskonzert der Akademie in der Stiftskirche Bad Gandersheim den imposanten Höhepunkt der Akademiewoche. Der wunderschöne Kirchenraum der Stiftskirche begeisterte Publikum und Pianisten schon vor dem Konzert gleichermaßen. Und zu allen Konzerten riss es die Konzertbesuchern zum Abschluss applaudierend von den Bänken. „An Standing Ovations  gewöhnt man sich zum Glück nie – es ist immer wieder ein wundervolles Gefühl, mit unserer Musik Menschen begeistern zu dürfen.“ so Gintaras Janusevicius und Martin Keil, die beiden Köpfe der Klavierstadt Einbeck, nach dem Abschlusskonzert in der Stiftskirche. Das Repertoire der Pianist:innen war wieder breit gefächert. Neben den großen Meistern wie Liszt, Beethoven, Rachmaninoff und Chopin erklangen auch selten gehörte Werke von Komponisten wie Revutsky (Ukraine), Čiurlionis (Litauen), Duran (Spanien) oder Gulda (Österreich).

Ein kulturelles Leuchtturmprojekt dieser Größenordnung ist nur durch starke Unterstützer möglich. Ein besonderer Dank gilt wie immer der AKB-Stiftung, der KWS SAAT Einbeck, der Einbecker Brauhaus AG und der Einbecker Morgenpost. Als neue Förderer sind die part AG und die Allianz Vertretung Michael Dimke 2026 mit angetreten. Auch dem Landkreis Northeim und hier insbesondere der Schirmherrin Fau Landrätin Astrid Klinkert-Kittel wird für die Unterstützung und das Grußwort zum Galakonzert in der Stiftskirche großer Dank ausgesprochen.

Tastenmagie in „Hogwarts“: Der 12. Einbecker Klavierfrühling setzt neue Maßstäbe

Am Samstag, den 21. März 2026 wurde wieder zum Einbecker Klavierfrühling in die Klavierstadt Einbeck eingeladen. Dabei verwandelte sich unsere idyllische Fachwerkstadt bereits zum zwölften Mal einen ganzen Tag lang in ein pulsierendes Zentrum der deutschen Nachwuchs-Pianistik. Was vor über einem Jahrzehnt klein begann, hat sich längst zu einer festen Größe im bundesweiten Klavierwettbewerbskalender entwickelt. Und doch fühlte sich auch die Edition 2026 wieder an wie ein frischer Aufbruch: mit neuen Gesichtern, innovativen Preisen und einem Hauch von Hollywood.

Rekorde, Regionen und ein Hauch von Zauberei

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden den Weg nach Einbeck. Das Feld war so bunt wie die gespielten Partituren: Von lokalen Talenten aus der direkten Nachbarschaft über Gäste aus dem fernen Berlin bis hin zu weit gereisten Pianisten aus Schifferstadt in Rheinland-Pfalz. Trotz der beachtlichen Größe ist es Organisator Martin Keil und dem künstlerischen Leiter Gintaras Januševičius gelungen, das bewährte „familiäre Gefühl“ zu bewahren. Man kennt sich, man schätzt sich – und man feiert gemeinsam die Klaviermusik.

Ein besonderer Moment der diesjährigen Ausgabe wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben: Als die Teilnehmerin Aniya Saha in der ehrwürdigen Aula der Goetheschule das „Hedwig’s Theme“ aus Harry Potter anstimmte, war das Raunen im Saal förmlich greifbar. Unter den Studenten der FEUERWERK Klavierakademie gilt die Goetheschule ohnehin schon seit Jahren als das „Hogwarts von Einbeck“ – Aniyas Auftritt machte die Illusion perfekt und ließ die Jury verzückt zurück.

Premieren auf und neben der Bühne

Der 12. Klavierfrühling bot wieder einige Premieren:

  • Sechs Hände, ein Klavier: Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs trat ein 6-händiges Ensemble auf und bewies, wie viel Energie (und Koordination!) an einem einzigen Instrument möglich ist.
  • Jury-Debüts: Die Jurybank war auch dieses Jahr wieder mit FEUERWERK Akademiestudent:innen besetzt, für die das Mitwirken in einer Wettbewerbsjury zum größten Teil Neuland war. Sie brachten somit frischen Wind in die Bewertung. Die Begeisterung über das Niveau der Wettbewerbsteilnehmerinnen war riesig, und die jungen Experten konnten wertvolle Erfahrungen in der pädagogischen Beurteilung sammeln.
  • Der OKTAV-Sonderpreis: Eine echte Bereicherung war der neu ausgelobte Sonderpreis der Plattform OKTAV. Der Gewinner, Konrad Lau, darf sich über ein ganzes Jahr Zugang zu einem digitalen Notenarchiv freuen, das so gewaltig ist, dass man wahrscheinlich hundert Jahre bräuchte, um jedes Stück einmal zu spielen. Die OKTAV Plattform ist ein Service von Schott Music.

Hannover dominiert die Spitzenplätze

Besonders auffällig war in diesem Jahr die enorme Qualität der Klavierspielenden aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Hannover untermauerte seinen Ruf als Talentschmiede für den Klaviernachwuchs eindrucksvoll. Gleich viermal wurde die höchste Wertung, der 1. Preis mit Auszeichnung, vergeben. Philipp Bolgov, Maia Matyash, Lennart Meinen und Sofiia Yaroshenko stammen aus der hannoverschen Klavierszene. Die fünfte Gewinnerin eines 1. Preis mit Auszeichnung heißt Nicole Cesenov und kommt aus Bielefeld.

Neben den klassischen Platzierungen wurden auch wieder kreative Sonderpreise verliehen, die den Wettbewerb so menschlich machen: Auszeichnungen gab es unter anderem für das beste Programm, die beste Interpretation eines bestimmten Genres und sogar für das schönste Bühnenoutfit.

Ein Dank an die Gemeinschaft sowie die Förderer und Sponsoren

Ein Event dieser Größenordnung lebt vom Ehrenamt und von engagierten Unterstützern. Dank der erstklassigen Bewirtung, die dieses Jahr für die Besucher und Teilnehmer unter der Leitung von Jolanda Fritz vom in der Jungen Linde residierenden Verein mutig e.V. erbracht wurde, fühlten sich Gäste und Künstler rundum wohl. Für die Verpflegung der insgesamt 14 Juroren sorgte dieses Jahr wieder mardin – der schnellste und dabei sicher auch einer der bsten Imbisse in Einbeck. Die Mischung aus professionellem Anspruch und herzlicher Gastfreundschaft bleibt das Markenzeichen des Klavierfrühlings.

Als verlässliche und treue Förderer stehen uns seit Jahren zur Seite: die KWS SAAT SE, die mit der wichtigen Grundförderung dafür Sorge trägt, dass dieses Event Jahr für Jahr realisiert werden kann und die Firma Schott Music, die als Sponsor für die vielen Sachpreise in Form von wertvollen Notenhefte für viel Freude sorgt.

Namentlich erwähnt werden sollen mit Maki Hayashida, Marc Pierre Toth und Artur Pacewicz an dieser Stelle noch einmal die drei Juroren, die sich als erfahrene Profimusiker auf die drei Wettbewerbsorte aufteilte und mit ihrer großen Erfahrung den FEUERWERK Klavierakdemiestudenten zur Seite standen. Herzlichen Dank dafür, dass ihr Euch einen, bzw. inkl. Anreise teils sogar drei Tage für den Klavierfrühling Zeit genommen habt. Das ist großartig!!!

Last but not least sprechen wir auch noch einmal unseren Dank den Eltern, Lehrern, Freunden und Bekannten der teilnehmenden Pianist:innen aus. Ihr habt es wieder einmal möglich gemacht, dass wir in Einbeck so viele und so gut vorbereitete Wettbewerbspianist:innen begrüßen durften.

Wir freuen uns schon jetzt auf den Frühling im kommenden Jahre – wenn es dann am Sonntag, den 20. März 2027 in Einbeck wieder heißt: Bühne frei für die Stars von morgen!

Ein klangvolles FEUERWERK steht bevor!

Es liegt wieder Musik in der Luft! Die FEUERWERK Klavierakademie 2026 steht in den Startlöchern und bereitet sich darauf vor, unsere Region in ein strahlendes Zentrum internationaler Tastenvirtuosität zu verwandeln. Unter der Leitung des renommierten Pianisten Gintaras Januševičius werden erneut elf Ausnahmetalente aus aller Welt in der Klavierstadt Einbeck zusammenkommen, um gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und – vor allem – uns mit ihrem Spiel zu verzaubern.

Musikalische Reise durch die Region: Die Konzertorte

Das Besondere am FEUERWERK ist seit jeher, dass die Musik nicht an einem Ort verweilt. Die Akademie bespielt die schönsten Räume der Region und schafft so für jedes Programm die passende Atmosphäre. Freuen Sie sich 2026 auf folgende Stationen:

  • Kammersaal Einbeck: Der intime Rahmen für das beliebte TUTTI Familienkonzert (Mittwoch, 25. März).
  • Altes Sudhaus der Einbecker Brauhaus AG: Wo Industriegeschichte auf Hochkultur trifft (Donnerstag, 26. März).
  • Theater in der List, Hannover: Ein Gastspiel in der Landeshauptstadt, das die Strahlkraft unserer Akademie unterstreicht (Freitag, 27. März).
  • Prinzenpalais Wolfenbüttel: Edles Ambiente für glanzvolle Klavierabende (Samstag, 28. März).

Ein emotionales Comeback: Zurück in der Roswithastadt

Ein ganz besonderes Highlight erwartet uns zum krönenden Abschluss: Nach sechs Jahren Pause kehrt das FEUERWERK endlich zurück in die Stiftskirche nach Bad Gandersheim! Die einzigartige Akustik des Doms bietet die perfekte Bühne für das große Abschlusskonzert am Sonntag, den 29. März. Es ist eine Rückkehr zu einer liebgewonnenen Tradition, die wir gemeinsam mit unserem Partner Concerto Bad Gandersheim feiern.

Die Vorfreude ist bereits sichtbar

Wer in diesen Tagen durch Bad Gandersheim spaziert, kann es kaum übersehen: Die Vorfreude ist offiziell im Stadtbild angekommen! Die ersten großen Werbebanner wurden jüngst aufgestellt und kündigen das musikalische Ereignis des Frühjahrs an.

Zur offiziellen Präsentation der Banner trafen sich (v.l.n.r. auf dem Foto): Dr. Gisbert Vogt (part AG), Bürgermeister Niklas Kielhorn, unser Koordinator der Klavierstadt Einbeck Martin Keil sowie Martin Heubach von Concerto Bad Gandersheim. Diese starke Partnerschaft zeigt einmal mehr, wie sehr die Musik unsere Städte miteinander verbindet.

Wir laden Sie ein: Seien Sie dabei, wenn die neue Generation internationaler Ausnahmetalente die Tasten zum Glühen bringt. Notieren Sie sich die Termine – das FEUERWERK 2026 wird brillant!

Eine neue Ära beginnt: Das Hanse-Klavierfestival wird zur Biennale!

Liebe Klavierfreunde, liebe Hanse-Enthusiasten,

wir blicken zurück auf ereignisreiche und klangvolle Jahre mit dem Hanse-Klavierfestival. Jede Edition war ein Fest der Musik, der Begegnung und des Austauschs über die Stadtgrenzen hinweg. Wir haben gemeinsam musikalische Reisen unternommen, faszinierende Komponisten entdeckt und die reiche Tradition der Hanse in modernen Klängen neu aufleben lassen.

Und genau deshalb – aus all diesen wunderbaren Erfahrungen heraus – haben wir uns entschieden, einen großen und spannenden Schritt nach vorne zu machen: Das Hanse-Klavierfestival wird ab sofort zur Biennale!

Das bedeutet, unsere nächste große Festival-Edition wird im Jahr 2027 stattfinden.

Warum dieser Schritt? Qualität braucht Raum und Zeit!

Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Warum diese Veränderung? Die Antwort ist ganz einfach: Wir lieben das Hanse-Klavierfestival so sehr, dass wir ihm noch mehr Raum zum Atmen und Wachsen geben möchten.

Jedes Jahr in allen Partner-Hansestädten die Segel zu setzen, war eine wunderbare Herausforderung. Doch wir haben gemerkt: Wahre Exzellenz und tiefgehende kulturelle Verbindungen brauchen Zeit. Durch den Wechsel zum zweijährigen Rhythmus können wir:

  • Die Vorfreude auf die jeweils nächste Edition steigern: Stellt euch vor, wie wir auf die nächste Edition hinfiebern werden! Ein Fest, das alle zwei Jahre stattfindet, wird zu einem ganz besonderen Ereignis, zu einem echten Highlight in unserem kulturellen Kalender.
  • Unsere Netzwerke stärken: Die Arbeit hinter den Kulissen ist unglaublich wichtig. Die Partnerschaften mit Alfeld, und bald auch mit Hildesheim oder Hannover, sollen nicht nur oberflächlich sein. Wir können nun noch intensiver zusammenarbeiten, um einzigartige Konzertformate zu entwickeln, die genau auf unsere Städte und unser Publikum zugeschnitten sind. Diese Zeit für Planung und Austausch ist Gold wert.
  • Musikalische Reisen auf höchstem Niveau gestalten: Wir wollen keine Routine, sondern immer wieder neue, inspirierende und hochkarätige Konzertabende schaffen, die in Erinnerung bleiben. Die längere Vorbereitungszeit gibt uns die Möglichkeit, die Programme noch feiner zu kuratieren und die besten Pianistinnen und Pianisten mit hanseatischem Geist für euch zu gewinnen.

„Die Umstellung zur Biennale lässt die Vorfreude wachsen! Eine fantastische Idee“, so Hermann Mahnke, ein langjähriger Kulturfreund der Klavierstadt Einbeck.

„Mehr Zeit für Vernetzung bedeutet noch tiefere, musikalische Erlebnisse. Wir freuen uns auf 2027!“, ergänzt Thomas Meißner, Kulturpartner aus Alfeld.

Die Reise hat gerade erst begonnen!

Auch wenn wir uns jetzt noch knapp zwei Jahre gedulden müssen, bis die nächsten Konzertflügel erklingen: Hinter den Kulissen brodelt es bereits vor Ideen! Wir nutzen die kommenden Monate intensiv, um gemeinsam mit unseren Partnern die Biennale 2027 zu planen. Es wird eine Zeit voller kreativer Zusammenarbeit, spannender Entdeckungen und der Festigung unserer kulturellen Bande.

Wir freuen uns riesig auf diesen neuen Weg, auf die gemeinsame Vorbereitung und vor allem auf ein unvergessliches Hanse-Klavierfestival 2027!

Bleibt uns gewogen und gespannt, denn bald gibt es weitere Details zu berichten.

Herzliche musikalische Grüße, Euer Team des Hanse-Klavierfestivals

Martin Keil / Gintaras Januševičius (Klavierstadt Einbeck)
Tamara Brinkmann (Gerhard-Most-Musikschule Alfeld)

Hanse beflügelt Alfeld: Festival startet mit fulminantem Teamspiel

Ein rauschendes Fest für die Ohren und ein starkes Zeichen für kulturellen Austausch: Das „Hanse-Klavierfestival 2025“ feierte am Freitag, den 5. Sept. 2025 in der gut besuchten Kurt-Schwertfeger-Aula in Alfeld einen glanzvollen Auftakt. Unter dem Motto „Hanse beflügelt“ erlebten die Gäste eine außergewöhnliche musikalische Reise, die die verbindende Kraft der Hanse eindrucksvoll zum Leben erweckte.

Die Idee für das Festival, das in den kommenden Jahren auch noch in weiteren Partner-Hansestädten stattfinden soll, entstand aus einer herzlichen Begegnung: Im Rahmen des „Hanse-Trecks“, bei dem Lastenräder nachhaltige Produkte von Einbeck bis Lübeck transportierten, entwickelte sich ein enger und herzlicher Kontakt nach Alfeld. Wie Martin Keil, Koordinator der Klavierstadt Einbeck, in seiner Begrüßungsrede erklärte, war schnell klar, dass dieser Kontakt gepflegt und ausgebaut werden sollte. Eine hervorragende Grundlage für die Zusammenarbeit, die von Co-Veranstalterin Tamara Brinkmann, Leiterin der Gerhard-Most-Musikschule, herzlich begrüßt wurde.


Junge Virtuosen am Steinway-Flügel

Ein Höhepunkt des Abends war die beeindruckende Besetzung: Gintaras Januševičius, künstlerischer Intendant der „Klavierstadt Einbeck“, stand gemeinsam mit seinen hochtalentierten Stipendiaten der „Feuerwerk-Akademie“, Maik Kronhart, Mariia Kurhuzova und Phoebe Papandrea, auf der Bühne. Ihr jugendlicher Enthusiasmus und ihre ansteckende Freude an der Musik erfassten das Publikum vom ersten bis zum letzten Stück.

Für das besondere Klangerlebnis sorgte ein eigens aus Einbeck angelieferter 2,74 Meter langer Steinway & Sons D Konzertflügel. Darauf präsentierten die Musiker ein Programm, das die Vielfalt der Hansestädte musikalisch widerspiegelte – von Händel (London) über Grieg (Bergen) bis hin zu Brahms (Hamburg). Die Stücke wurden virtuos zu zwei, vier, sechs und sogar acht Händen gespielt. Der Abschluss des Konzerts, ein achthändiges Werk, riss das Publikum zu begeistertem Applaus hin.

Die humorvolle und zugleich fachkundige Moderation von Gintaras Januševičius führte die Zuhörer mit spannenden Anekdoten und Hintergründen zur Musik und zur Hanse durch den Abend und machte das Konzerterlebnis noch kurzweiliger. Ein emotionales Highlight war die eigens für den Anlass komponierte Melodie, die Januševičius und Maik Kronhart gemeinsam an zwei Flügeln spielten. Die Tonfolge e-a-h-f stand dabei für Einbeck, Alfeld, Hanse und Freundschaft – ein musikalischer Gruß, der die herzliche Verbindung der beiden Städte perfekt symbolisierte.


Eine gelungene Premiere

Auch abseits der Bühne funktionierte das Zusammenspiel bestens. Kulturfreunde aus Einbeck versorgten die Gäste mit leckeren Canapés, während Alfelder Partner die Getränke bereitstellten. Die Veranstaltung, die von der Stadt Alfeld gefördert wurde, schuf eine familiäre Atmosphäre, in der sich Gäste und Künstler direkt austauschen konnten.

„Die Künstler haben uns mit ihrer Leidenschaft einfach mitgerissen“, schwärmte eine Besucherin aus Alfeld. „Man spürte die Freude bei jedem einzelnen Ton. Es war ein einzigartiges Erlebnis.“ Bernd Stellbogen aus Einbeck ergänzte: „Die Idee, unser Festival in andere Städte zu tragen, ist fantastisch. Es war wundervoll zu spüren, wie die Musik uns alle in Alfeld vereint hat.“ Der Konzertabend hat gezeigt, dass die Musik und die Kultur Brücken zwischen Kulturfreunden aus verschiedenen Städten zu bauen vermag. Mit diesem begeisternden Auftakt wurde der Grundstein für eine musikalische Städtepartnerschaft gelegt, die die Hanse-Idee im 21. Jahrhundert lebendig hält. Fortgeführt wurde das Hanse-Klavierfestival sodann am Folgetag in Einbeck mit einem Kinder- und Jugendkonzert am Vormittag und dem Solorezital „Hanse dramatisch“ des lettischen Pianisten Daniil Mickevich am Abend.

Beatles trafen Schubert – und Einbeck hat ein cooles Piano-LAB

Einbeck hat ein neues Klanglabor – und das gleich mitten in der Innenstadt. Zwischen Notenständern, Tastenklängen und einem BOSTON Konzertflügel ging am vergangenen Samstag das allererste Konzert im neuen Piano-LAB Einbeck über die Bühne – oder besser gesagt: durch den Raum. Denn hier geht es nicht um klassische Bühnenhierarchien, sondern um Begegnung auf Augenhöhe – von Mensch zu Mensch, von Taste zu Taste.

Artist in Residence Maik Kronhart präsentierte unter dem Titel „Beatles meets Schubert“ ein ansprechendes Programm, das scheinbar weit entfernte musikalische Welten nebeneinanderstellte – ohne Anspruch auf endgültige Antworten, aber mit hörbarer Neugier und Spielfreude. Ein Auftakt, der gut zum Konzept des Piano-LABs passt, das Offenheit und Experimentierfreude fördern will.

Mit dem Piano-LAB ist in Einbeck ein Raum entstanden, der Klaviermusik nicht nur erklingen lässt, sondern erlebbar macht. Hier stehen nicht nur mehrere frisch gestimmte Klaviere bereit, sondern auch die Türen offen – für alle, die sich für das Klavierspiel begeistern. Ob jung oder alt, Anfänger oder Virtuose, Chopin-Fan oder Jazz-Liebhaber: Im Piano-LAB ist Platz für Austausch, Ausprobieren und gemeinsames Musizieren.

Regelmäßig sollen hier ab jetzt junge Pianistinnen und Pianisten Gelegenheit bekommen, an hochwertigen Instrumenten zu üben – ohne Mietsorgen, aber mit jeder Menge musikalischem Rückenwind. Auch Workshops, spontane Jams, Gesprächsabende und Kooperationen mit Musikschulen sind geplant. Ein Begegnungsort also, bei dem nicht nur die Klaviere gut gestimmt sind, sondern auch die Menschen.

„Die ersten Töne sind erklungen – wir freuen uns nun weiterhin auf ordentlich Musik und Dialog im Einbecker Piano-LAB.“ so der Kulturschaffende und LAB-Organisator Martin Keil. Mehr Infos zum Piano-LAB finden sich unter www.klavierstadt.de

Einbecker Klavierfrühling aus Sicht einer Teilnehmerin

Der Einbecker Klavierfrühling zählt nun schon seit über 10 Jahren zu unserem zentralen Angeboten der Klavierstadt Einbeck. Es erfüllt mit stolz und viel Freude, dass die Anmeldezahlen Jahr für Jahr gewachsen sind und wir inzwischen regelmäßig 40 Teilnerinnen und Teilnehmer zum Klavierfrühling in Einbeck begrüßen dürfen.

Elena Münster hat mit ihrer Klavierschülerin Tinka ihre Eindrücke über den Klavierfrühling in einer fulminanten Video-Dokumentation zum Ausdruck gebracht. Wir freuen uns sehr über diesen herzlichen Film. Es ist für uns eine riesige Freude, wenn wir mit unserem Wettbewerb Begeisterung erzeugen und den Teilner:innen persönlich und für ihre weitere Entwicklung des Klavierspiels etwas mitgeben können. Wir sagen Danke an Elena und Tinka und wünsche viel Freude mit dem kurzweiligen 12-Min-Video: