Eine neue Ära beginnt: Das Hanse-Klavierfestival wird zur Biennale!

Liebe Klavierfreunde, liebe Hanse-Enthusiasten,

wir blicken zurück auf ereignisreiche und klangvolle Jahre mit dem Hanse-Klavierfestival. Jede Edition war ein Fest der Musik, der Begegnung und des Austauschs über die Stadtgrenzen hinweg. Wir haben gemeinsam musikalische Reisen unternommen, faszinierende Komponisten entdeckt und die reiche Tradition der Hanse in modernen Klängen neu aufleben lassen.

Und genau deshalb – aus all diesen wunderbaren Erfahrungen heraus – haben wir uns entschieden, einen großen und spannenden Schritt nach vorne zu machen: Das Hanse-Klavierfestival wird ab sofort zur Biennale!

Das bedeutet, unsere nächste große Festival-Edition wird im Jahr 2027 stattfinden.

Warum dieser Schritt? Qualität braucht Raum und Zeit!

Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Warum diese Veränderung? Die Antwort ist ganz einfach: Wir lieben das Hanse-Klavierfestival so sehr, dass wir ihm noch mehr Raum zum Atmen und Wachsen geben möchten.

Jedes Jahr in allen Partner-Hansestädten die Segel zu setzen, war eine wunderbare Herausforderung. Doch wir haben gemerkt: Wahre Exzellenz und tiefgehende kulturelle Verbindungen brauchen Zeit. Durch den Wechsel zum zweijährigen Rhythmus können wir:

  • Die Vorfreude auf die jeweils nächste Edition steigern: Stellt euch vor, wie wir auf die nächste Edition hinfiebern werden! Ein Fest, das alle zwei Jahre stattfindet, wird zu einem ganz besonderen Ereignis, zu einem echten Highlight in unserem kulturellen Kalender.
  • Unsere Netzwerke stärken: Die Arbeit hinter den Kulissen ist unglaublich wichtig. Die Partnerschaften mit Alfeld, und bald auch mit Hildesheim oder Hannover, sollen nicht nur oberflächlich sein. Wir können nun noch intensiver zusammenarbeiten, um einzigartige Konzertformate zu entwickeln, die genau auf unsere Städte und unser Publikum zugeschnitten sind. Diese Zeit für Planung und Austausch ist Gold wert.
  • Musikalische Reisen auf höchstem Niveau gestalten: Wir wollen keine Routine, sondern immer wieder neue, inspirierende und hochkarätige Konzertabende schaffen, die in Erinnerung bleiben. Die längere Vorbereitungszeit gibt uns die Möglichkeit, die Programme noch feiner zu kuratieren und die besten Pianistinnen und Pianisten mit hanseatischem Geist für euch zu gewinnen.

„Die Umstellung zur Biennale lässt die Vorfreude wachsen! Eine fantastische Idee“, so Hermann Mahnke, ein langjähriger Kulturfreund der Klavierstadt Einbeck.

„Mehr Zeit für Vernetzung bedeutet noch tiefere, musikalische Erlebnisse. Wir freuen uns auf 2027!“, ergänzt Thomas Meißner, Kulturpartner aus Alfeld.

Die Reise hat gerade erst begonnen!

Auch wenn wir uns jetzt noch knapp zwei Jahre gedulden müssen, bis die nächsten Konzertflügel erklingen: Hinter den Kulissen brodelt es bereits vor Ideen! Wir nutzen die kommenden Monate intensiv, um gemeinsam mit unseren Partnern die Biennale 2027 zu planen. Es wird eine Zeit voller kreativer Zusammenarbeit, spannender Entdeckungen und der Festigung unserer kulturellen Bande.

Wir freuen uns riesig auf diesen neuen Weg, auf die gemeinsame Vorbereitung und vor allem auf ein unvergessliches Hanse-Klavierfestival 2027!

Bleibt uns gewogen und gespannt, denn bald gibt es weitere Details zu berichten.

Herzliche musikalische Grüße, Euer Team des Hanse-Klavierfestivals

Martin Keil / Gintaras Januševičius (Klavierstadt Einbeck)
Tamara Brinkmann (Gerhard-Most-Musikschule Alfeld)

Hanse beflügelt Alfeld: Festival startet mit fulminantem Teamspiel

Ein rauschendes Fest für die Ohren und ein starkes Zeichen für kulturellen Austausch: Das „Hanse-Klavierfestival 2025“ feierte am Freitag, den 5. Sept. 2025 in der gut besuchten Kurt-Schwertfeger-Aula in Alfeld einen glanzvollen Auftakt. Unter dem Motto „Hanse beflügelt“ erlebten die Gäste eine außergewöhnliche musikalische Reise, die die verbindende Kraft der Hanse eindrucksvoll zum Leben erweckte.

Die Idee für das Festival, das in den kommenden Jahren auch noch in weiteren Partner-Hansestädten stattfinden soll, entstand aus einer herzlichen Begegnung: Im Rahmen des „Hanse-Trecks“, bei dem Lastenräder nachhaltige Produkte von Einbeck bis Lübeck transportierten, entwickelte sich ein enger und herzlicher Kontakt nach Alfeld. Wie Martin Keil, Koordinator der Klavierstadt Einbeck, in seiner Begrüßungsrede erklärte, war schnell klar, dass dieser Kontakt gepflegt und ausgebaut werden sollte. Eine hervorragende Grundlage für die Zusammenarbeit, die von Co-Veranstalterin Tamara Brinkmann, Leiterin der Gerhard-Most-Musikschule, herzlich begrüßt wurde.


Junge Virtuosen am Steinway-Flügel

Ein Höhepunkt des Abends war die beeindruckende Besetzung: Gintaras Januševičius, künstlerischer Intendant der „Klavierstadt Einbeck“, stand gemeinsam mit seinen hochtalentierten Stipendiaten der „Feuerwerk-Akademie“, Maik Kronhart, Mariia Kurhuzova und Phoebe Papandrea, auf der Bühne. Ihr jugendlicher Enthusiasmus und ihre ansteckende Freude an der Musik erfassten das Publikum vom ersten bis zum letzten Stück.

Für das besondere Klangerlebnis sorgte ein eigens aus Einbeck angelieferter 2,74 Meter langer Steinway & Sons D Konzertflügel. Darauf präsentierten die Musiker ein Programm, das die Vielfalt der Hansestädte musikalisch widerspiegelte – von Händel (London) über Grieg (Bergen) bis hin zu Brahms (Hamburg). Die Stücke wurden virtuos zu zwei, vier, sechs und sogar acht Händen gespielt. Der Abschluss des Konzerts, ein achthändiges Werk, riss das Publikum zu begeistertem Applaus hin.

Die humorvolle und zugleich fachkundige Moderation von Gintaras Januševičius führte die Zuhörer mit spannenden Anekdoten und Hintergründen zur Musik und zur Hanse durch den Abend und machte das Konzerterlebnis noch kurzweiliger. Ein emotionales Highlight war die eigens für den Anlass komponierte Melodie, die Januševičius und Maik Kronhart gemeinsam an zwei Flügeln spielten. Die Tonfolge e-a-h-f stand dabei für Einbeck, Alfeld, Hanse und Freundschaft – ein musikalischer Gruß, der die herzliche Verbindung der beiden Städte perfekt symbolisierte.


Eine gelungene Premiere

Auch abseits der Bühne funktionierte das Zusammenspiel bestens. Kulturfreunde aus Einbeck versorgten die Gäste mit leckeren Canapés, während Alfelder Partner die Getränke bereitstellten. Die Veranstaltung, die von der Stadt Alfeld gefördert wurde, schuf eine familiäre Atmosphäre, in der sich Gäste und Künstler direkt austauschen konnten.

„Die Künstler haben uns mit ihrer Leidenschaft einfach mitgerissen“, schwärmte eine Besucherin aus Alfeld. „Man spürte die Freude bei jedem einzelnen Ton. Es war ein einzigartiges Erlebnis.“ Bernd Stellbogen aus Einbeck ergänzte: „Die Idee, unser Festival in andere Städte zu tragen, ist fantastisch. Es war wundervoll zu spüren, wie die Musik uns alle in Alfeld vereint hat.“ Der Konzertabend hat gezeigt, dass die Musik und die Kultur Brücken zwischen Kulturfreunden aus verschiedenen Städten zu bauen vermag. Mit diesem begeisternden Auftakt wurde der Grundstein für eine musikalische Städtepartnerschaft gelegt, die die Hanse-Idee im 21. Jahrhundert lebendig hält. Fortgeführt wurde das Hanse-Klavierfestival sodann am Folgetag in Einbeck mit einem Kinder- und Jugendkonzert am Vormittag und dem Solorezital „Hanse dramatisch“ des lettischen Pianisten Daniil Mickevich am Abend.