Ein Anfang im Osten: Erste Schritte im neuen Klavier-Quartier

In der Klavierstadt Einbeck gibt es einen neuen Ort für Ideen rund ums Klavier. Wir haben vor Kurzem die ersten 16 Klaviere an einen Standort gebracht, der uns den Raum gibt, auch im Bereich unserer Arbeit rund die in ihrer Bauart so vielfältigen Tasteninstrumente in Ruhe zu wachsen und Konzepte auszuprobieren.

Ein Raum mit Geschichte und Erdung

Wir befinden uns im östlichen Teil des ehemaligen Gebäudekomplexes von Schleicher & Schuell in der Grimsehlstraße 21. Direkt unterhalb der Büroräume von accompio haben wir großzügige Räume bezogen, die uns die part AG als Eigentümer zur Verfügung gestellt hat – wir können unser Glück kaum fassen!!!

Dafür sind wir sehr dankbar, denn die Räume sind für unser Vorhaben ideal: Sie liegen ebenerdig auf Straßenniveau. Was technisch klingt, ist für uns ein riesiger Standortvorteil – es macht die zahlreichen Klaviertransporte für uns zum Kinderspiel.

Das Klavier-Quartier: Ein Ort, der entstehen darf

Wir haben diesen Ort Klavier-Quartier genannt. Das klingt nach Nachbarschaft und nach einem Platz, an dem man erst einmal ankommt. Aktuell ist es vor allem ein funktionales und repräsentatives Depot für die ersten rund 20 Instrumente, die wir in den letzten Monaten schon zusammengetragen haben. Dazu zählen neben historischen und moderneren Klavieren auch mehrere Flügel und sogar ein Pianola, also ein mit Luftdruck automatisch spielendes Klavier.

Wir haben uns dazu entschieden, nun eben dieses Klavier-Quartier einzurichten, weil wir einem solchen Ort ein durchaus ansehnliches Entwicklungspotential beimessen mögen:

  • Einzug des Handwerks: Wir werden es ab jetzt in der Klavierwelt regelmäßig kommunizieren, dass wir ganz klar darauf abzielen, hier im Klavier-Quartier über kurz oder lang eine professionelle Klavierwerkstatt anzusiedeln. Der Raum dafür ist da. Eine Klavierbauerin oder ein Klavierbauer sollte sich doch für die Klavierstadt Einbeck begeistern lassen können!
  • Instrumente für Schüler: Klaviere, die technisch in gutem Zustand sind, möchten wir Schüler:innen zugänglich machen.
  • Geschichte begreifen: Jedes dieser gesammelten Klaviere erzählt etwas über die Klavierbaugeschichte – Wissen, das wir hier bewahren und später vielleicht auch vermitteln möchten.

Nichts ist fertig gedacht

Wir fangen gerade erst an. Wir haben Visionen und wir haben Lust auf das Experiment, aber wir haben noch keinen fertigen Masterplan in der Tasche. Das Klavier-Quartier ist ein Ort der Entwicklung. Hier darf ausprobiert, experimentiert und verworfen werden.

Bescheidenheit ist für uns auch hier die Grundlage auf dem Weg zum möglichen Wachstum. Wir freuen uns darauf, zu sehen, was sich aus diesem neuen Raum im Osten der Stadt entwickeln kann – ganz ohne Zeitdruck und mit Respekt vor dem Handwerk und der Geschichte des Hauses.

Einen ersten Eindruck von unseren „Neuzugängen“ bekommt ihr in der folgenden Bilderstrecke.

An dieser Stelle sei gleich noch bestens gedankt den Helfern und Unterstützern: Justus Schulze, unserem Artist in Residence und seiner Freundin Sara sowie unserem ehrenamtlichen Kulturhelfer Suleiman. Gemeinsam haben wir die 16 Klaviere recht zügig vom PianoLab in der Innenstadt ins neue Klavier-Quartier transportiert bekommen. Beim Abladen waren wir am Ende bei 3 Min. / Klavier. Nutzen konnten wir hierfür wieder den geräumigen Kastenanhänger von TransEus – Umzüge und Klaviertransporte.

PS: Nun wünschen wir uns bei der Entwicklung des Klavier-Quartier viel Erfolg beim „Säen“ hier im Osten der Stadt! Habt ihr eine Idee, wie man eine erfolgreiche KlavierWertStatt zukünftig dann wohl abkürzen könnte?

Wir danken unseren Förderern und Partnern: